Brodsky / Baryshnikov

“BRODSKY/BARYSHNIKOV”, ist eine theatralische Reise in die Welt der russischen Dichtung.

Der lettische Theaterregisseur Alvis Hermanis bat 2015 Mikhail Baryshnikov an einer Hommage für Joseph Brodsky mitzuarbeiten, der sofort zustimmte. Ballett-Ikone, Choreograph und Schauspieler Mikhail Baryshnikov lässt in seiner Ein-Mann Show die Gedichte des 1996 verstorbenen Nobelpreisträgers Joseph Brodsky auf packende Weise erlebbar werden.

15.3. / 16.3. / 17.3.2019  MuseumsQuartier W i e n

19.3. / 20.3.2019  Slowakisches Nationaltheater B r a t i s l a v a

Das Publikum wird so Zeuge eines berührenden Wiedersehens der Freunde Baryshnikov und Brodsky.

Artist

MIKHAIL BARYSHNIKOV

Mikhail Baryshnikov, der als einer der größten Tänzer unserer Zeit gilt, wurde 1948 in Riga geboren. Er begann seine Karriere im Leningrader Kirow-Theater (dem heutigen Mariinsky-Theater). 1974 übersiedelte er in die USA, wo er am New Yorker American Ballet Theatre (ABT) Solotänzer wurde.

1979 wurde Baryshnikov in die Truppe des New Yorker Balletts eingeladen, wo er mit den berühmten Choreografen George Balanchine und Jerome Robbins zusammenarbeitete. Ein Jahr später wurde er künstlerischer Direktor des ABT, wo er innerhalb der nächsten zehn Jahre eine ganze Generation von Balletttänzern und Choreografen ausbildete.

Er trachtete danach, das Repertoire zu erweitern und Experimente im Bereich des zeitgenössischen Tanzes fortzuführen. So kam es 1990 – zusammen mit dem Choreografen Mark Morris – zur Gründung des Tanzprojektes „Weiße Eiche“, wo Baryshnikov künstlerischer Leiter wurde.

Nach dem Verlassen des klassischen Balletts erwies sich Baryshnikov auch als ein begabter Schauspieler. Er trat am Broadway auf und wirkte im Kino und im Fernsehen mit. Für die Hauptrolle im Stück „Metamorphosen“ wurde er für den Tony-Award und den Drama Desk Award nominiert. Für die Rolle als Nebendarsteller in seinem Filmdebüt „Am Wendepunkt“ wurde er für den „Oscar“ nominiert. Unter den Produktionen Baryshnikovs aus dem letzten Jahrzehnt sind die Theaterstücke „Die verbotene Weihnacht, oder Doktor und Patient“, „Kurznovellen“ Becketts, „In Paris“, „Der Mann im Futteral“ sowie „Die Alte“ und „Der Brief an einen Mann“ zu nennen.

Baryshnikov wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter ihnen der Kennedy-Preis, die Nationale Medaille für die Kunst, der Commonwealth Prize, der Jerome Robbins-Preis, der Vilcek-Preis, der renommierte japanische Preis des Kaisers für Theater und Film. 2010 wurde dem Künstler der Titel des französischen Ordens der Ehrenlegion verliehen und im Oktober 2018 erhielt er den Arts-Arena-Preis. Derzeit nimmt Mikhail Baryshnikov an zwei Solo-Auftritten teil: „Der Brief an einen Mann“ (2016, Regie Robert Wilson) und “BRODSKY/BARYSHNIKOV” (2015, Regie Alvis Hermanis).

2005 gründete Baryshnikov in New York das Baryshnikov Arts Center (BAC) – einen kreativen Raum, dessen Ziel es ist, kreative Menschen aus aller Welt in verschiedenen Kunstsphären zu unterstützen. Unter seinem Dach nehmen jährlich bis zu 700 Künstlern und 22 000 Zuschauer an den BAC-Programmen teil.

ALVIS HERMANIS

Nach der Version des Schweizer Magazins DU gilt der lettische Regisseur und künstlerische Leiter des Neuen Theaters Riga Alvis Hermanis als einer der zehn einflussreichsten Theatermacher Europas der letzten zehn Jahre.

Hermanis arbeitet mit den größten europäischen Theaterhäusern wie dem Burgtheater in Wien, der Schaubühne in Berlin, den Kammerspielen in München und dem Schauspielhaus in Zürich. Die Inszenierungen von Hermanis nehmen an den größten internationalen Festivals teil und geben Gastspiele in mehr als 40 Ländern der Welt. Auf der Liste seiner Auszeichnungen stehen der Europäische Theaterpreis für Neue Realitäten, der Stanislawski-Preis, zwei „Goldene Maske“-Preise (Moskau), der Max-Reinhardt-Preis (Salzburger Festspiele), der Nestroy-Preis (Österreich) und der Konrad-Wolf-Preis (Deutschland).

Alvis Hermanis ist als Opernregisseur an der Mailänder Scala, an der Berliner Staatsoper, am Königlichen Brüsseler Opernhaus La Monnaie und an der Wiener Staatsoper tätig. In den letzten Jahren wurden folgende bejubelte Premieren in seiner Inszenierung aufgeführt: „Fausts Verdammnis“ von Berlioz mit Jonas Kaufmann in der Hauptpartie (Grand-Opera 2015), Verdis „Die beiden Foscari“ mit Placido Domingo (La Scala 2016), Puccinis „Madama Butterfly“ (La Scala 2016) und Wagners „Parsifal“ mit Geraldo Finli (Wiener Staatsoper 2017). Seit 2012 stellt Hermanis seine Werke bei den Salzburger Musikfestspielen vor. Unter den letzten sind Verdis „Troubadour“ mit Placido Domingo und Anna Netrebko (2014) und die selten aufgeführte „Liebe der Danae“ von Strauß (2016).

Neues Theater Riga

Das Neue Theater Riga ist ein Staatliches Repertoire-Theater, gegründet 1992. Seit 1997 ist Alvis Hermanis sein künstlerischer Leiter. Die Schauspieltruppe besteht aus 16 Schauspielern. Das Neue Theater Riga gab Gastspiele in mehr als 200 Städten und 40 Ländern Europas und der Welt. Die Truppe nimmt an solch bekannten Festivals Europas teil wie dem Festival in Avignon, dem Internationalen Festival Edinburgh, dem Holland-Festival, den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, dem Belgrader BITEF, dem Kunstenfestivaldesarts. Ausführliche Informationen auf der Website: http://www.jrt.lv.

BARYSHNIKOV PRODUCTIONS

Hauptziel der Baryshnikov Productions ist es, fortschrittlichen Regisseuren und Schauspielern die Chance zu geben, auf den besten Bühnen der Welt ihre Ideen zu verwirklichen. Unter dem Label Baryshnikov Productions wurden zahlreiche Tanz- und Drameninszenierungen geschaffen, die alle bei Publikum und Kritik auf der ganzen Welt Anerkennung fanden. Darunter „Die verbotene Weihnacht, oder Doktor und Patient“, „Kurznovellen“ Becketts, „In Paris“, „Der Mann im Futteral“ sowie „Die Alte“. Unter den bejubelten Theaterpremieren der Baryshnikov Productions der letzten Jahre ist „Brief an einen Mann“ (2016, Regie Robert Wilson) und „Brodsky/Baryshnikov“ (2015, Regie Alvis Hermanis). Gastspielprojekte der Firma beinhalten Aufführungen „Brodsky/Baryshnikov“ und „Fraiming Time“.

Reviews

What they said about the project?

Baryschnikow verzaubert Wien

Wenn Gedichte gespieltes Drama werden, liegt Gefahr in der Luft. Auch das Gastspiel des einstigen Ballettstars Michail Baryschnikow mit den Gedichten seines Freundes Joseph Brodsky in Wien war nicht ohne Risiko. Doch die Premiere am Freitag, für die Regisseur Alvis Hermanis ein verfallener Jahrhundertwendepavillon im Bühnendunkel genügte, wurde zur fragilen Sternstunde.

Mag. Gerald Heidegger, Chefredakteur von ORF.at

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Tanzlegende Baryshnikov: “New York hat mir eine Heimat gegeben” (Interview)

Als Tänzer war er ein Superstar, als Filmschauspieler wurde er noch populärer. Jetzt interpretiert der 71-jährige Lette Gedichte von Joseph Brodsky in Wien.
Mikhail Baryshnikov ist ein Multitalent. Der heute 71-Jährige war ein begnadeter Ballerino aus bester russischer Schule, als er sich 1974 aus der Sowjetunion absetzte und in den USA politisches Asyl erhielt.

Helmut Ploebst

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Mikhail Baryshnikov, Tanz – Legende (Interview)

Mikhail Baryshnikov, Der Ausnahmekünstler gastiert drei Tage lang im Wiener MuseumsQuartier.
Der Ausnahmekünstler im Interview über Russland, Wien und Hillary Clinton. Ab heute gastiert Baryshnikov im MuseumsQuartier.

Silvia Kargl

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Brodsky / Baryshnikov

Lyrik, gelesen, gesprochen und ganz zart in Bewegung gegossen, die Auseinandersetzung von Mikhail Baryshnikov mit seinem Landsmann und langjährigen Freund Joseph Brodsky ist eine leise, unaufgeregte Sache. Nur ein charismatischer Tänzer wie Baryshnikov kann mit einer derart zurückhaltenden Inszenierung wohl ein Publikum 90 Minuten lang fesseln.

Edith Wolf Perez, Kritiken

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Brodsky/Baryshnikov

Baryshnikov, mittlerweile 71, präsentierte also ein 90-minütiges Programm, rezitierte eine Vielzahl an Gedichten auswendig, las andere (aus dramaturgischen Gründen) vor – und traf mit seinen Interpretationen ins Mark. Und seine Bewegungen … allein, wie er den alten Mann markiert, der nicht mehr die Kraft zum Aufstehen von der Sitzbank hat, um ein paar Minuten später herumzuwirbeln …

Renate Publig

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Состоялась венская премьера спектакля “Барышников/Бродский” (video)

Большой артист на склоне лет пытается насмотреться своею жизнью на жизнь большого поэта, с которым его связывала многолетняя дружба. На сцене Барышников читает стихи Бродского. На соседней скамье стоит старомодный магнитофон, лента которого доносит голос самого Бродского. «Это просто историческое событие. Оно никогда не повторится. Его нельзя посмотреть в записи. Здесь все ощущение от физического присутствия Барышникова. Он телом присутствует и телом проживает стихи. Это редкое качество. Ты понимаешь, что его телесное присутствие сильнее, чем все остальное», – говорит журналист Алексей Мунипов. 

Andrei Zolotov

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Барышников показал «трусость тела» (video)

Vadim Zhuravlev

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Baryšnikov elektrizuje telom, Brodskij poéziou

Keď s ňou zavítal do rodnej Rigy, vstupenky sa okamžite rozchytali a stali sa výnosným artiklom na čiernom trhu. V predstavení, s ktorým križuje najlepší baletný a tanečný umelec druhej polovice 20. storočia svetové metropoly, však nehrá prím tanec. Ale – ako naznačuje názov – verše laureáta Nobelove ceny Josifa Brodského.

Jena Opoldusová

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Pýtali sa, či tu bude naozaj on. Legenda tanca prichádza na Slovensko

BRATISLAVA. Niektorí sa pýtali, či tu bude naozaj on. Tanečník s najdlhšou tanečnou kariérou na svete, dnes už legenda svetového tanca Michail Baryšnikov sa na Slovensku predstaví po prvý raz.

Jana Alexová

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Keď prehovorí ikona

Michail Baryšnikov poskytol bratislavskému divákovi tichý, vnútorný, nádherne intelektuálny zážitok, v ktorom silou svojho generačného nadhľadu a pokory úprimne myslel na svojho priateľa, ktorého vo svojej vlastnej interpretácii ľudsky, dôverne a veľkoryso uprednostnil pred dôležitosťou svojej vlastnej osoby a oslavovanej ikony baletu. Urobil to prirodzene a so všetkou svojou charizmou, energiou ktorej obsiahol sálu približne o deväťsto divákoch a pritom dokázal zasiahnuť každého individuálne. Iste, nájdu sa aj takí, pre ktorých to asi bola nuda. Pre mňa osobne to bol divadelný sviatok. Akési slová z úst anjelov – toho z nebies cez toho pozemského. Tak nejako to vyzerá, keď prehovorí ikona.

Barbara Brathová

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